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Stricktrick

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Skulpturenpfad Fällanden
25. Mai bis 21. Oktober 2012

Ein Basketballkorb ist mit 24 Metallstiften zu einem „Stricktrick“ umgebaut worden. Anstatt einem normalen Netz hängt eine Strickwurst hinunter bis zum Boden, wo sie wie eine Flüssigkeit auseinander läuft.

Fasziniert durch die vielen Basketballkörbe an Hausmauern, Garagentoren, Schulanlagen etc., die ja meistens netzlos ein vergessenes Dasein fristen, habe ich in Gedanken oft ein Netz hin gestrickt. Es ist eine sehr handwerkliche Idee, die aus dem Fundus der mit den Händen gelernten Dinge stammt. Machen ergibt gescheite Hände. Ein kleines “Stricktrick” in Form einer Lisel war für mich der Anfang vom Stricken lernen.
Am Stricken fasziniert mich die Idee, einen einzigen Faden derart raffiniert anzuordnen. Wenn man am richtigen Ort Maschen zusammen strickt oder Maschen aufnimmt, kann man sozusagen jede Form erhalten. Es ergibt eine dreidimensionale Oberfläche.
Die Herstellung eines gescheiten Strickmusters ist eine ziemlich anspruchsvolle, mathematische Arbeit.
Diese Arbeit gehört auch zu meinen „Hausmärchen“ und fungiert dort als „Rapunzel“.
„Stricktrick“ ist anpassbar. Ein Basketballkorb hängt offiziell 3.05 m über dem Boden. Hier sind es ungefähr 4 Meter. Der Bezug zu einem Fenster finde ich wichtig. “Stricktrick” könnte man schliesslich als Feuerleiter benutzen oder eben auch umgekehrt.