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Schäume

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Haupthalle ETH Zentrum, Zürich „Walking on Air“
10. Februar bis 3. März 2000

Fünf Handrührwerke auf unterschiedlich langen Beinen stehen in einem schwarzen, mit Wasser und Badeschaum gefüllten Becken. Sie produzieren mit Hilfe von Zeitschaltuhren unterschiedliche Schaumberge.

Aphrodite trank Tee in meiner Küche
Aus dem Erfahrungsschatz schlauer Hausfrauen

Auf dem Fussboden steht ein 300 x 200 x 40 cm grosses Becken aus schwarzer PVC Folie, stabilisiert durch ein Metallgestell. Das Becken ist 5cm hoch mit Wasser und Schaumbad gefüllt. Darin stehen auf unterschiedlich hohen Metallbeinen fünf Handrührwerke mit entsprechend langen Schwingbesen. Beine und Rührwerk sind gelb. Sie sind über Schaltuhren am Stromnetz angeschlossen und produzieren zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Schaumberge, die vergehen und wieder entstehen. Nicht zu vergessen, der Badeschaum hat eine gewisse Duftnote.

Diese Arbeit steht im Zusammenhang mit anderen, die sich im Begriff „unstetes Volumen“ fassen lassen. Daneben ist hier der verspielte Umgang mit alltäglichen Dingen wichtig und den Welten die, je nach Zoom im Kopf, neu entstehen. Vielleicht trank ich den Tee mit Aphrodite auf den Wolken über dem Olymp oder beim Landeanflug auf die Venus. Nicht zuletzt mit einem Augenzwinkern zu Lem und Tarkowski.